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Logistik und Transport
Die Geschichte des Hafens
 
 
 
 
 
 
 
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Chronik im Zeitraffer

Die Anfänge

1716
Auf Beschluss des Ruhrorter Magistrats wird eine versandete Ruhrschlenke zum Hafenbecken ausgebaut. Der Hafen hat eine Größe von rund 7.000 Quadratmetern. Er dient vor allem als geschützter Umschlagplatz für Kohle aus der östlichen Ruhrregion, die hier aus kleinen Nachen für den Weitertransport auf rheintaugliche Schiffe umgeladen wird.

1756
Preußen übernimmt als "Ruhrfiskus" den Hafen. In den folgenden Jahrzehnten - insbesondere unter Ludwig Freiherr von Vincke als Oberpräsident der Provinz Westfalen und Ruhrschifffahrtsdirektor - wird er kontinuierlich ausgebaut. In der benachbarten Stadt Duisburg entstehen auf Privatinitiative der dort ansässigen Kaufleute in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts der Außen- und der Innenhafen. Beide Häfen werden 1889 von der Stadt übernommen. Infolge des Anschlusses an Eisenbahnlinien sowie der aufblühenden Eisen- und Stahlindustrie treiben Ruhrort und Duisburg den Ausbau ihrer Häfen weiter voran. Ein harter Konkurrenzkampf bahnt sich an.

Von der Jahrhundertwende bis zur Geburtsstunde der Duisburg-Ruhrorter Häfen AG

1900 - 1905


Duisburg beginnt mit dem Bau des "Hafen Rheinau". Auf Neuenkamper Gebiet sollen drei neue großdimensionierte Hafenbecken mit eigenem Anschluss an den Rhein entstehen. Ruhrort plant ebenfalls eine erhebliche Ausweitung seiner Hafenanlagen. Der gleichzeitige Ausbau der staatlichen Ruhrorter und der städtischen Duisburger Häfen hat zur Folge, dass die Verantwortlichen bei anhaltendem Wettbewerb beider Häfen die Entstehung von Überkapazitäten befürchten. Diese Befürchtung ist Anlass für die Beendigung des ausgeprägten Konkurrenzdenkens zwischen den Städten und für die Einrichtung einer Interessen- und Betriebsgemeinschaft:
Zum 1. Oktober bilden der Ruhrfiskus und die Stadt Duisburg die "Verwaltung der Duisburg-Ruhrorter Häfen". Vorausgegangen waren erhebliche Auseinandersetzungen zwischen den Städten Duisburg, Ruhrort und auch Meiderich, auf deren Gebiet sich die Ruhrorter Häfen bereits ausgedehnt hatten. Dies führte letztendlich zum Zusammenschluss der drei Städte und zur Einstellung der Arbeiten am Rheinau-Hafen.

1903 -1908
Der Hafenkanal mit den Hafenbecken A, B und C sowie der Bahnhof "Duisburg-Ruhrort-Hafen neu" werden angelegt. Der Hafenkanal dient auch als Zufahrt zu dem seit 1906 im Bau befindlichen Rhein-Herne-Kanal.

1914
Der ovale Inselhafen wird weitgehend zugeschüttet, der Schleusenhafen in den Ausbau des Vinckekanals einbezogen. Die Häfen werden durch die Fertigstellung des Rhein-Herne-Kanals an das westdeutsche Kanalnetz angeschlossen. Erste Verhandlungen über die Umwandlung der Verwaltung der Duisburg-Ruhrorter Häfen in eine Aktiengesellschaft werden aufgenommen. Erklärtes Ziel der Bemühungen um diese Gesellschaftskonstruktion ist die Vereinfachung und Beschleunigung des Geschäftsablaufes. Alle wesentlichen Entscheidungen müssen zu dieser Zeit noch über den Regierungspräsidenten in Düsseldorf und den Minister für Handel und Gewerbe in Berlin herbeigeführt werden. Der erste Weltkrieg und die politischen Wirren in seiner Folge führen zu einer Unterbrechung. Erst 1924 können die Bestrebungen weiter verfolgt werden. Besondere Verdienste erwirbt sich dabei der Duisburger Oberbürgermeister und Reichsinnenminister Dr. Karl Jarres.

1926


Am 24. Juli verabschiedet der Preußische Landtag das "Gesetz wegen Übertragung der staatlichen Hafenanlagen in Duisburg an eine Aktiengesellschaft". Damit ist die gesetzliche Voraussetzung für die Umwandlung der Interessen- und Betriebsgemeinschaft in eine Aktiengesellschaft geschaffen.
Mit Datum vom 30. September bestätigt das Amtsgericht Duisburg die Eintragung der Duisburg-Ruhrorter Häfen Aktiengesellschaft unter Nr. 1492 in Abtl. B des Duisburger Handelsregisters. Anteilseigner sind zu zwei Dritteln der Staat Preußen und zu einem Drittel die Stadt Duisburg.

Der zweite Weltkrieg und seine Folgen

1945
Die Häfen und ihre Anlagen sind weitgehend verwüstet, das Versorgungsnetz zerrissen und die Brücken gesprengt. 313 versenkte Schiffe werden allein in den Hafenbecken gezählt. 96 beschädigte Schiffe liegen auf der Duisburger Rheinreede, und neun Wracks versperren die Ruhrmündung. Der Verkehr ist völlig zum Erliegen gekommen. Marientor- und Schwanentorbrücke über die Duisburger Häfen sind ebenso zerstört wie der Brückenzug über die Ruhrorter Häfen, der vor dem Krieg als der meistbefahrene in Westdeutschland galt. Zunächst werden Funktionsfähigkeit und Infrastruktur der Hafenanlagen nur provisorisch wiederhergestellt, um die Versorgung der Bevölkerung zu ermöglichen.

1949


Es geht aufwärts: Am 11. März kann die Oberbürgermeister-Lehr-Brücke wieder eröffnet werden. Der Brückenbogen über die Ruhr stammt aus der Kölner Hohenzollern-Brücke und wurde nach Kriegsende gegen Eisenbezugsscheine nach Duisburg verkauft.

Neubeginn und Blütezeit im Zeichen von Kohle und Stahl

1950
Im Zuge des enormen wirtschaftlichen Aufschwungs in der Bundesrepublik Deutschland steigt der Güterumschlag in den Duisburger Häfen kontinuierlich an. Die zunehmende Bedeutung des Energieträgers Mineralöl bei gleichzeitiger Abnahme des Kohleumschlags macht erste Umstrukturierungsmaßnahmen erforderlich: Auf der Ölinsel werden neue Anlagen für Umschlag und Lagerung von Rohölprodukten installiert und durch Rohöl-Pipelines mit den Raffinerien im Ruhrgebiet verbunden. Auf der Kohleninsel und Schrottinsel werden weitere Massengüter konzentriert.

1965
1965


Mineralöl ist nach Erz das zweitwichtigste Umschlaggut. Es folgen Kohle, Eisen, Stahl, Kies und Sand, Schrott und Getreide.

1968
Der Kaiserhafen wird zu zwei Dritteln, der Hellinghafen und der Zollhafen werden vollständig zugeschüttet. Sie behindern den notwendigen Ausbau der Hafenanlagen.


Duisburg wird Universitätsstadt

1972
Im August 1972 wurde die Universität-Gesamthochschule-Duisburg neu gegründet, nachdem Duisburg bereits von 1655 - 1818 Universitätsstadt gewesen war.

1980
Die bisherige Schleusenverbindung zwischen dem Rhein-Herne-Kanal und den Häfen über den Hafenkanal entspricht nicht mehr den gestiegenen nautischen Anforderungen. Deshalb wird in Duisburg-Meiderich eine neue Schleuse errichtet und am 7. November 1980 dem Verkehr übergeben.

Die Rahmenbedingungen verändern sich

1982


Der Nordhafen in Duisburg-Hochfeld wurde zuletzt über Jahre ausschließlich für die Verladung von Kies genutzt. Nach der Konzentration der Kiesverladung auf den Innenhafen war keine sinnvolle Nutzung mehr möglich. Der Nordhafen wurde deshalb verfüllt. Heute befindet sich hier ein bedeutendes Unternehmen für Baustoff-Recycling.

1983
Der Vinckekanal wird ausgebaut. Probeweise wird die Schubschifffahrt mit sechs Leichtern zwischen den Häfen Rotterdam und Duisburg eingeführt. Moderne Fluss-See-Schiffe übernehmen mehr und mehr den Transport von Stückgut, Containern und Trailern.

1984
Ende der 70er Jahre zeichnete sich bereits die rückläufige Tendenz im Gesamtumsatz deutscher Steinkohle ab. Die leistungsstarke, moderne Kohlenmisch- und Verladeanlage der Ruhrkohle AG auf der Ruhrorter Kohleninsel ließ diesen Trend jedoch nicht auf den Hafen Duisburg übergreifen. Noch Mitte der 80er Jahre verzeichnete dieses zweitstärkste Umschlaggut deutlichen Zuwachs. Die bis dato auf den Wasserstraßen nur geringen Containerverkehre sowie die Rhein-See-Schifffahrt erfahren eine enorme Aufwertung. Infolge dieser Entwicklung werden am Ruhrorter Südhafen das erste Container-Terminal (DeCeTe) und die Roll-on/Roll-off-Anlage errichtet. Die offizielle Inbetriebnahme erfolgt am 27. Januar.

1987
Die renovierte Ruhrschleuse nimmt ihren Betrieb auf. Am Parallelhafen wird am 27. Mai das "Rhein-Ruhr-Terminal" in Betrieb genommen. Das niederländische Parlament genehmigt die Sechser-Schubschifffahrt.

Die Ruhrgebietskonferenz: Der Strukturwandel wird konkret

1988
Die Strukturkrise in der Montanregion an Rhein und Ruhr ist Anlass für die Ruhrgebietskonferenz, die am 28. Februar beim Bundeskanzler stattfindet. Ihr Ergebnis: Über eine Milliarde DM an Fördermitteln werden insgesamt für die Region bewilligt. Auch Duisburg kommt dies in spürbarem Maße zugute: Die bereits Mitte der achtziger Jahre eingeleiteten Umstrukturierungsmaßnahmen werden intensiviert. Im Zuge dieser Entwicklung bemüht sich Duisburg auch um die Genehmigung eines Freihafens.

1989
Ein Bahnhof für den kombinierten Verkehr mit Anschluss an die Nord-Süd-Magistrale durch die "Süd-Kurve" wird geplant.
Das Gesetz zur Errichtung neuer Freihäfen und zur Änderung des Zollgesetzes tritt am 1. August in Kraft. Am 21. September wird der Grundstein zum Freihafen im Ruhrorter Nordhafen gelegt.

1990
Am Ruhrorter Südhafen entsteht eine zweite wasserüberspannende Umschlag- und Lagerhalle. Am 10. Juli erfolgt die Gründung der DFL Duisburger Freihafen Lagerhaus GmbH & Co. KG, der späteren DFL Freihafen GmbH. Als Grundstein zum künftigen Bahnhof für den kombinierten Verkehr wird am 17. Oktober das erste Schienenstück verlegt.

1991
War für die Duisburg-Ruhrorter Häfen ein bedeutendes Jahr. Der Freihafen Duisburg ging offiziell an den Start, im Logistikpark Kaßlerfeld nahm das internationale Speditionsunternehmen Kühne + Nagel den ersten Bauabschnitt seines Eurologistik-Centers in Betrieb, und am Duisburger Hafen wurde eine Schwergut-Verladeanlage eröffnet. Das wichtigste Ereignis war aber zweifellos das 275-jährige Hafenjubiläum, das mit einem großen Volksfest und zahlreichen Veranstaltungen vom 13. - 22. September gefeiert wurde.

1991 - 1992


Der Freihafen nimmt am 2. Januar 1991 planmäßig seinen Betrieb auf.
Mit der Eröffnung des Bahnhofs für den Kombinierten Verkehr 1992 am Ruhrorter Südhafen wird ein weiterer wichtiger Schritt zur Anpassung des Hafens an geänderte logistische Rahmenbedingungen getan. Das neue Terminal verknüpft die Verkehrsträger Schiene, Straße und Wasser in einem Punkt und erleichtert damit die Wahl des jeweils günstigsten Transportweges. Von hier aus werden inzwischen Container, Trailer und Wechselbehälter per Bahn zu rund 50 nationalen und internationalen Zielen transportiert.

1993 - 1996
Zur Verbesserung der wasserseitigen Anbindung des Containerterminals wie auch des Bahnhofs für den Kombinierten Verkehr wird zwischen 1993 und 1995 das Ufer des Ruhrorter Südhafens umgestaltet. Nach Umsiedlung eines Betriebes für Massengutumschlag wird das Gelände hochwassersicher aufbereitet und auf 700 m Länge mit einem neuen senkrechten Uferbauwerk eingefasst. Damit sind auf etwa ein Kilometer Länge optimale Voraussetzungen für einen zügigen Umschlag von Containern zwischen Wasser und Land gegeben.

1995

Zum 31. Dezember wird der rund 350.000 Quadratmeter große Innenhafen an die städtische "Innenhafen Duisburg Entwicklungsgesellschaft mbH" veräußert. Die angrenzenden schmalen Grundstücke entsprechen nicht mehr den Anforderungen moderner logistischer Konzepte und werden in die urbane Nutzung eingebunden.

IBA Internationale Bauausstellung

1989 - 1999
1989 wurde die internationale Bauausstellung Emscher Park von der Landesregierung Nordrhein-Westfalen mit der städtebaulichen und ökologischen Erneuerung der Region zwischen Duisburg und Dortmund beauftragt. Dabei ging es im Gegensatz zu den früheren Bauausstellungen nicht um die Präsentation bautechnischer Neuerungen oder innerstädtische Sanierungsmaßnahmen. Ziel war der Wandel einer alten Industrieregion mit etwa 800 Quadratkilometern Fläche zu mehr Lebens- und Wohnqualität unter Wahrung architektonischer, städtebaulicher, sozialer und ökologischer Aspekte. 17 Städte und zwei Kreise waren an diesem 10-jährigen Projekt, das die Dimension einer Regionalplanung erreichte, beteiligt.

In Duisburg wurden in dieser Zeit zahlreiche bauliche Zeugen der von Kohle und Stahl geprägten Industriezeit rekultiviert und für neue zeitgemäße Nutzungsformen umgestaltet. Am Holzhafen soll mit dem vom englischen Star-Architekten Sir Norman Foster entworfenen Euro-Gate das Symbol des neuen Duisburg entstehen. Mit seiner konsequent am Bogen des Hafenteils orientierten Linienführung wird das Gebäude auf 16 Geschossen ca. 60.000 Quadratmeter Fläche bieten.

1996


Mit der Verfüllung des letzten Drittels des Kaiserhafens wird begonnen. Die Duisburg-Ruhrorter Häfen AG erwirbt das 21 Hektar große Areal der Duisburger Kupferhütte mit dem Ziel, dort ein Terminal für den Umschlag von Importkohle einzurichten.

1997
Die Port Agency Duisburg GmbH (heute duisport agency GmbH), eine 100-prozentige Tochter der Hafengesellschaft, wird gegründet. Ihre Aufgabe besteht vor allem im Standortmarketing. 

Die Verfüllung des Kaiserhafens wird bis zum Vinckekanal fortgesetzt.
Am 25. September wird der Hafen Duisburg von der Zeitschrift "Binnenschiffahrt" als "Binnenhafen des Jahres" ausgezeichnet.

1998
Im Mai wird das PCD Packing-Center-Duisburg eröffnet. Hier werden hochwertige Güter seemäßig verpackt.

Am 15. September erfolgen die Gründung der Duisburg-Rheinhausen GmbH und der Erwerb von über 200 Hektar Gewerbefläche des ehemaligen Krupp-Hüttenwerks in Rheinhausen. Zur Entwicklung und Vermarktung dieses Geländes wird am 22. Dezember die Logport Logistic-Center Duisburg GmbH ins Leben gerufen.

1999
Angesichts der seit Jahren anhaltenden Entwicklung vom Massen- zu einem höherwertigen Stückgutumschlag gilt es für den Duisburger Hafen, eine strategische Weichenstellung für die Zukunft vorzunehmen. Neue Verkehre und Warenströme sollen nach Duisburg gelenkt und der Standort zu einem Verkehrs- und Distributionszentrum für den zentraleuropäischen Raum entwickelt werden.

Als Wachstumsfelder werden der Container- und der Importkohleverkehr definiert. Die Vernetzung Duisburgs mit anderen wichtigen Hafenstandorten soll zur Steigerung des Verkehrsaufkommens in Duisburg beitragen.

logport setzt neue Massstäbe



Schon kurz nach dem endgültigen Aus für das Krupp-Hüttenwerk hatte die Hafengesellschaft ihr Interesse deutlich gemacht, das ehemalige Werksgelände in Duisburg-Rheinhausen für die weitere Hafenentwicklung zu übernehmen. Gedacht war an eine Ausweitung des Freihafens oder die Ansiedlung handels- und produktionsnaher Logistikunternehmen. Der Erwerb des früheren Hüttenwerksgeländes im Jahre 1998 bedeutet eine weitere große Zäsur in der Geschichte der Duisburg-Ruhrorter Häfen AG. Erstmals umfasst ihr Gebiet auch Flächen auf der linksrheinischen Seite. Die Umgestaltung dieses Geländes zu einem attraktiven logistischen Dienstleistungs- und Logistikzentrum namens logport stellt eine gewaltige Herausforderung dar. Erste Konzeptionen gehen von bis zu 15 Jahren aus, die für die Neustrukturierung des Geländes erforderlich sein werden. Es zeigt sich jedoch, dass Erschließung und Vermarktung des Geländes in etwa der Hälfte der veranschlagten Zeit gelingen werden.

Logport Logistic-Center Duisburg, die Vermarktungsgesellschaft für das neu erworbene Gelände des früheren Krupp-Hüttenwerkes, nimmt 1999 ihre Tätigkeit auf. Die erste Neuansiedlung: New Wave Logistics GmbH, eine Tochter der japanischen Großreederei NYK, entscheidet sich für eine Ansiedlung auf dem logport-Areal. Für das neue Güterverteilzentrum werden zunächst einige ehemalige Krupp-Hallen umgebaut; außerdem wird ein zusätzlicher Neubau errichtet. Der britische Logistikkonzern P&O und das deutsche Speditionsunternehmen Interspe Hamann werden als weitere Investoren für logport gewonnen.


Im Ruhrorter Hafenbereich wird die Verfüllung des Kaiserhafens abgeschlossen. Damit stehen 24 Hektar neue Fläche im unmittelbaren Anschluss an Containerterminal und Bahnhof für den kombinierten Verkehr für eine zukunftsorientierte Nutzung zur Verfügung.

Während einer USA-Reise schließt der Hafen Duisburg mit den Häfen Memphis und Pittsburgh Kooperationsvereinbarungen zur Förderung der Verkehrsbeziehungen ab. Im Dezember 1999 unterzeichnen die Hafenbetriebe von Duisburg und Antwerpen in der Scheldestadt ein "Memorandum of Understanding". Verfestigt wird die Verbindung durch die Beteiligung von duisport an dem geplanten weiteren Containerterminal in Antwerpen. Die infrastrukturelle Brücke zwischen den beiden Hafenstädten schlägt die Landesregierung Nordrhein-Westfalen: Auf politischer Ebene wird die Reaktivierung des "Eisernen Rheins" angestrebt.

2000


Bundeskanzler Gerhard Schröder zeigt sich bei einer Besichtigung des logport-Areals am 2.Februar 2000 von dem positiven Verlauf des Strukturwandels sehr beeindruckt. Gemeinsam mit NRW-Ministerpräsident Wolfgang Clement wohnt er der Unterzeichnung der Vereinbarung über das Engagement der P&O Group auf dem logport-Gelände bei. P&O wird am Hafen Rheinhausen nach dessen Ausbau das "Duisburg Intermodal Terminal" betreiben, das dort gemeinsam mit der Duisburger Hafen AG als trimodales Containerterminal errichtet wird. Außerdem wird P&O ein von der Duisburger Hafen AG errichtetes bimodales Bahnterminal übernehmen.

duisport startet durch - auch international.

Als Konsequenz aus der Neuausrichtung der Unternehmensstrategie und Ausdruck der veränderten Unternehmensphilosophie firmiert die Hafengesellschaft ab 1.März 2000 unter einem neuen Namen: Duisburger Hafen AG. Die neue Dachmarke heißt "duisport". In dieser Wortschöpfung verbindet sich der Standortbezug mit dem internationalen Begriff für Hafen- und Logistikzentrum.

Zwischen duisport und ESM/Zeeland Seaports wird im niederländischen Middelburg eine Kooperationsvereinbarung geschlossen. Ziel ist insbesondere die Intensivierung der Verkehrsbeziehung zwischen den beiden Häfen. Das Land Nordrhein-Westfalen und die Provinz Zeeland unterstützen die Partnerschaft nachdrücklich und bringen dies durch einen Vertragszusatz zum Ausdruck.

Zum zweiten Mal wird der Hafen Duisburg von den Lesern der Zeitschrift "Binnenschifffahrt" als "Binnenhafen des Jahres" ausgezeichnet.

Am 5. Dezember präsentiert sich der lettische Freihafen Ventspils in Duisburg. Im Rahmen dieses Besuches schließen beide Häfen ein Kooperationsabkommen ab mit dem Ziel, eine partnerschaftliche Verbindung zwischen den Hafenstandorten zu entwickeln.

Ebenfalls am 5.Dezember versammelt sich das Landeskabinett Nordrhein-Westfalen zu einer auswärtigen Sitzung auf dem logport-Gelände, um sich einen Überblick über den Fortgang der Umstrukturierung zu verschaffen. Dabei wird ein weiterer Großinvestor für das Areal vorgestellt: Der internationale Logistikkonzern Kühne + Nagel, der bereits ein Distributionszentrum im Logistikpark Kaßlerfeld betreibt, hat sich zu einem weiteren Engagement am Standort Duisburg entschlossen und beabsichtigt die Errichtung eines neuen Logistik-Zentrums auf einer Gesamtfläche von 100.000 Quadratmetern.

Der Weg zur zentraleuropäischen Logistik-Drehscheibe

2001



Nach dem erfolgreichen Start im Vorjahr findet am 14. und 15. Februar 2001 das zweite "Logistics Forum Duisburg" statt. Mehr als 700 Logistikexperten aus ganz Europa nehmen die Gelegenheit wahr, aktuelle Fachthemen zu erörtern. Fortan etabliert sich das Logistics Forum Duisburg als jährlich wiederkehrendes Event.

Auf einer Pressekonferenz am 30. April wird in Anwesenheit des NRW-Ministers für Wirtschaft, Mittelstand, Energie und Verkehr, Ernst Schwanhold, die Rhenus AG & Co. KG als weiterer Investor für das logport-Gelände präsentiert.

Im Mai wird die duisport rail GmbH als eigene Bahngesellschaft der Duisburger Hafen AG gegründet. Neben der Vernetzung der Hafenzentren logport und Ruhrort umfasst das Angebot zusätzliche Verkehrsdienstleistungen in einem Umkreis bis etwa 50 Kilometern.

Am 30. Mai weiht die CM Eurologistik GmbH, eine Tochter der Hamburger Mackprang-Gruppe, auf dem logport-Gelände eine der größten Logistik-Hallen mit Verschieberegalen in Europa ein. Die Duisburger Hafengruppe übergibt am 18. Juni mit dem EUROCenter auf dem logport-Areal ein hoch modernes Bahnlogistikzentrum an die Betreiberin P&O Trans European (heute Wincanton).

2002 Eröffnung DIT



Im Herbst 2002 kamen NRW-Ministerpräsident Wolfgang Clement und Bundesverkehrsminister Kurt Bodewig nach Duisburg-Rheinhausen, um das neue DIT Duisburg Intermodal Terminal zu eröffnen. Das Logistikzentrum logport erhält damit sein logistisches Herzstück. Das 120.000 qm große Terminal ist eine trimodale Schnittstelle zwischen den Verkehrsträgern Schiff, Bahn und Lkw. Es fungiert als so genannter Hinterland-Hub (Verteilzentrum) für die großen Seehäfen Rotterdam und Antwerpen an der Nordseeküste. Das DIT-Terminal hat zunächst eine Kapazität von 200.000 TEU (Standardcontainer) jährlich und kann bis auf 400.000 TEU ausgeweitet werden.

Die Hafen Duisburg-Rheinhausen GmbH, eine Tochter der Duisburger Hafen AG, hat rund 30 Mio. € in das neue Terminal investiert. Betrieben wird es von der Dortmunder Rhenus-Gruppe (50 %), der Duisburger Hafen AG (20 %), P&O Nedlloyd (15 %), Hupac (10 %) und der niederländischen Heuvelmann-Gruppe (5 %). Inbetriebnahme war am 1. Oktober 2002.

2003 bis 2006

duisportal – der neue Webauftritt des Duisburger Hafens geht online; ein Portal, das umfassend über den gesamten Hafen- und Logistikstandort informiert und seine Kunden mit ihren Angeboten in den Mittelpunkt stellt. www.duisport.de

Die Häfen von Bilbao und Duisburg unterschreiben eine Kooperationsvereinbarung mit dem Ziel, die Verkehre zwischen den beiden Standorten, besonders im direkten Rhein-See-Verkehr, zu steigern und gemeinsame Projekte koordiniert voranzutreiben. In der Folgezeit kommen Vereinbarungen mit den Häfen Xiamen (China) und Dortmund sowie Rotterdam (Niederlande) und Antwerpen (Belgien) zustande.

duisport nimmt traditionell gemeinsam mit etlichen seiner Kunden an der alle zwei Jahre stattfindenden transport logistic in München teil, der größten Fachmesse der europäischen Logistikbranche.

Die duisport-Gruppe rückt ans Wasser: Die Mitarbeiter beziehen das neue Verwaltungsgebäude der Gesellschaft am Vinckekanal. Die kostenträchtige notwendig gewordene Renovierung des mehr als 100 Jahre alten Altbaus hatte zu der Entscheidung geführt, stattdessen neu zu bauen.

Der Vorbahnhof logport wird gebaut. Hier werden – platzsparend außerhalb des Geländes – Rangier- und Zugbildungsleistungen für das logport-Logistikzentrum erbracht. Ein Shuttle von duisport rail verbindet logport mit den Terminals auf der rechten Rheinseite.

Das hafeneigene Eisenbahnverkehrsunternehmen startet einen werktäglichen Bahnshuttle zwischen Duisburg und Marl und übernimmt in der Folgezeit zahlreiche weitere lokale und regionale Bahnverbindungen. Ein Bahnshuttle nach Südosteuropa wird gestartet. Der KV-Güterzug verkehrt fünfmal wöchentlich zwischen logport und Wien mit Anschlussmöglichkeiten zu den Nordseehäfen, nach Großbritannien/Irland und einer Anbindung an Budapest.
Zahlreiche weitere Bahn- und auch Schiffshuttle entstehen und verbinden Duisburg regelmäßig mit den Seehäfen und weiten Teilen Europas. Mehr als 300 regelmäßige Abfahrten – allein im KV-Bahnbereich – und mehr als 100 Schiffsabfahrten wöchentlich unterstreichen Duisburgs Bedeutung als internationaler Verkehrsknotenpunkt.

Das Geschäftsfeld Automotive wird etabliert. Im Februar 2004 geht die öffentliche Roll-on/Roll-off-Anlage am logport-Hafen in Betrieb und der belgische Automobillogistiker Cobelfret verbindet sein logport-Terminal mit speziell angefertigten Ro/Ro-Binnenschiffen mit verschiedenen Benelux-Häfen und Großbritannien. Ende 2005 eröffnet der Bremer Automobillogistiker E.H. Harms im logport sein neues Autoterminal mit angeschlossenem PDI-Center (Pre-Delivery-Inspection). Zahlreiche im duisport ansässige Firmen produzieren und distribuieren Produkte für die Automobilindustrie.

Seit Ende der 90er Jahre konnten mehr als 50 neue Unternehmen für den Standort duisport gewonnen werden und bereits ansässige Firmen haben ihre Aktivitäten ausgeweitet. Diese generieren Arbeitsplätze und eine hohe Wertschöpfung. Ende 2006 waren in Duisburg 17.000 Arbeitsplätze direkt und indirekt vom Hafen- und Logistikstandort duisport abhängig, in der Region waren es sogar 36.000 Arbeitsplätze.

Der Containerbereich boomt: Mehrere Jahre in Folge verzeichnet duisport enorme Steigerungsraten im Containerverkehr von bis zu 37 Prozent jährlich. 2006 wird der Duisburger Hafen von der Fachzeitschrift Container Management in die Top 100-Liste der weltweit größten Containerumschlaghäfen aufgenommen. Im Jahr zuvor schlug duisport erstmals mehr Stückgut als Massengut um und überschritt die 700.000 TEU-Schwelle. Im Juni 2006 besichtigt Bundespräsident Horst Köhler die „Jobmaschine“ duisport.

Die Duisburger Hafengruppe beteiligt sich als erster Binnenhafen an einem Seehafen-Terminal, dem Antwerp Gateway Terminal, und nimmt damit Einfluss auf die Warenströme aus dem Hafen Antwerpen ins Hinterland. Das Terminal geht im Juli 2005 in Betrieb und verfügt über ein eigenes Bahnterminal und eine Abfertigungsstelle für Binnenschiffe.

Anfang 2006 übernimmt duisport „logport II“, ein 25 Hektar großes Gelände direkt am Rhein im rechtsrheinischen Duisburger Süden. Auf dem ehemaligen Metallhütten-Grundstück, das bis Ende 2008 ansiedlungsreif sein wird, soll nach dem Vorbild von logport I in Rheinhausen ein Logistikzentrum entstehen.

Ende 2006 kündigt die duisport-Gruppe den Erwerb der Essener VTS-Gruppe mit Wirkung vom 1. Januar 2007 an. Der Verpackungsspezialist, der als Marktführer für Spezialverpackungen im Maschinen- und Anlagenbau gilt, beschäftigt 280 Mitarbeiter und erwirtschaftet einen Jahresumsatz von rund 50 Mio. Euro. VTS trägt mit seinem Dienstleistungsangebot und dem damit verbundenen Gütervolumen zur Stärkung der Logistikdrehscheibe Duisburg bei, insbesondere im konventionellen Stückgutbereich. Zusätzliche Transport-Volumina werden generiert und schaffen neue Beschäftigungsmöglichkeiten für die im duisport ansässigen Umschlageinrichtungen und Reedereien.

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